Patienten­spezifische Implan­ta­te

Alles rund um unse­re
Kra­nio­plas­ti­ken

Haupt­pro­dukt von 3di sind die pati­en­ten­spe­zi­fi­schen Implan­ta­te für den Gesichts- und Hirn­schä­del­be­reich. Die­se kön­nen bei­spiels­wei­se nach Trau­men, Tumor­ope­ra­tio­nen, Ent­las­tungs­kra­ni­ek­to­mien, OP-Zugän­gen oder bei funk­tio­nell-ästhe­ti­schen Kor­rek­tu­ren not­wen­dig wer­den. 

Mit einer pass­ge­nau­en Fer­ti­gung für den ein­zel­nen Pati­en­ten, möch­ten wir dem Medi­zi­ner die Arbeit im OP erleich­tern und einen mög­lichst erfolg­rei­chen Gene­sungs­weg des Pati­en­ten unter­stüt­zen.

Anwen­dungs­be­rei­che

Neu­ro­chir­ur­gie

Nach neu­ro­chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen (bspw. nach Trau­men, OP-Zugän­ge, Kno­chen­os­teoly­se usw.) besteht häu­fig die Not­wen­dig­keit, die Schä­del­de­cke des Pati­en­ten wie­der ver­schlie­ßen zu müs­sen, und sowohl neu­ro­lo­gisch-funk­tio­nell als auch kos­me­tisch ein anspre­chen­des Ergeb­nis zu errei­chen. Unse­re pati­en­ten­spe­zi­fi­schen Implan­ta­te set­zen genau dort an. Um dem Medi­zi­ner die Arbeit im OP zu erleich­tern und die Belas­tung des Pati­en­ten zu redu­zie­ren, fer­ti­gen wir indi­vi­du­el­le Kra­nio­plas­ti­ken, die ent­spre­chend der Vor­ga­ben des Neu­ro­chir­ur­gen genau auf den Defekt des Pati­en­ten ange­passt sind. Es besteht eben­falls die Mög­lich­keit dazu­ge­hö­ri­ge Resek­ti­ons­scha­blo­nen anzu­fer­ti­gen, um mit­tels ein­zei­ti­ger OP effi­zi­ent und pati­en­ten­freund­lich unter Ein­spa­rung eines zusätz­li­chen Ein­griffs behan­deln zu kön­nen. Auf Wunsch stel­len wir den digi­ta­len Daten­satz im DICOM-For­mat für die Anwen­dung im Neu­ro­na­vi­ga­ti­ons­ge­rät zur Ver­fü­gung. In Abspra­che mit unse­ren Kon­struk­teu­ren kön­nen ver­schie­de­ne Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten vor­ge­se­hen oder mit­tels indi­vi­du­el­ler Boh­run­gen auf medi­zi­ni­sche Gege­ben­hei­ten reagiert wer­den. Eben­so kön­nen bei Bedarf Weich­ge­we­be­de­fi­zi­te bei der Implan­tat­pla­nung berück­sich­tigt wer­den.

    HNO-Heil­kun­de

    Bei den beson­ders kom­ple­xen Struk­tu­ren des Kie­fer- und Gesichts­be­rei­ches bie­ten pass­ge­naue, indi­vi­du­el­le Implan­ta­te eine deut­li­che Ver­ein­fa­chung bei wie­der­her­stel­len­den Ope­ra­tio­nen u. a. nach Frak­tu­ren, Tumor­ope­ra­tio­nen oder der Kor­rek­tur von Fehl­stel­lun­gen. 3di ist in der Lage, patienten­spezifische Implan­ta­te und Aug­men­ta­te zu fer­ti­gen, die ent­spre­chend Ihrer Vor­ga­ben [behan­deln­der Medi­zi­ner] ggf. sehr dünn aus­lau­fen, um sich opti­mal in noch vor­han­de­ne, ana­to­mi­sche Struk­tu­ren ein­zu­fü­gen. Nach Abspra­che zwi­schen behan­deln­dem Medi­zi­ner und dem zustän­di­gen Kon­struk­teur, kön­nen bei­spiels­wei­se auch Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten (Titan­an­ker) für Epi­the­sen in das Implan­tat mit ein­ge­bracht wer­den.

      MKG-/Plas­ti­sche-Chir­ur­gie

      Behan­del­te Erkran­kun­gen, Ver­let­zun­gen oder Fehl­bil­dun­gen im Bereich der Ohren, Nase, Nasen­ne­ben­höh­len, Stirn­höh­le usw. erfor­dern mit­un­ter einen künst­li­chen Kno­chen­er­satz, um Funk­ti­on und Ästhe­tik zu ver­bes­sern oder wie­der­her­zu­stel­len. Wir unter­stüt­zen den Medi­zi­ner mit unse­rer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung in der Kon­struk­ti­on und Fer­ti­gung von pati­en­ten­spe­zi­fi­schem Hart­ge­we­be­er­satz bei der Ver­sor­gung der Pati­en­ten. Ins­be­son­de­re im Kopf- und Gesichts­be­reich spielt neben gesund­heit­li­chen Aspek­ten auch die Ästhe­tik eine gro­ße Rol­le, um Pati­en­ten eine gute Lebens­qua­li­tät zu ermög­li­chen. Es ist uns auch an die­ser Stel­le ein beson­de­res Anlie­gen Medi­zi­ner und Pati­ent schnell und zuver­läs­sig mit pass­ge­nau­en CAD-Plas­ti­ken zu ver­sor­gen.

      BIOVERIT®II

      ein dich­ter, nicht aus­ga­sen­der und nicht resor­bier­ba­rer Werk­stoff, der mit her­kömm­li­chen Werk­zeu­gen mit hohen Fertigungs­genauigkeiten spa­nend bear­bei­tet wer­den kann. BIOVERIT®II ist eine maschi­nell bear­beit­ba­re Glas­ke­ra­mik des SiO2-Al2O3-MgO-Na2O‑K2O‑F-Sys­tems, bestehend aus einer Kris­tall­pha­se (ca. 60 %) mit haupt­säch­lich Phlo­go­pit-Kris­tal­len, die in einer Alu­mo­si­li­kat­glas­ma­trix (ca. 40 %) ein­ge­bet­tet sind. Es sind kei­ne toxi­schen Wir­kun­gen bekannt.

      PEEK

      Poly­ether­ether­ke­ton wur­de als nicht resor­bier­ba­rer Hoch­leis­tungs­ther­mo­plast für die Lang­zeit­im­plan­ta­ti­on ent­wi­ckelt und ist ein aro­ma­ti­sches Poly­mer mit einer linea­ren Struk­tur, zu den (Poly)-aryletherketonen (Poly­mer­grup­pe) gehö­rend. PEEK ist ein teil­kris­tal­li­ner Werk­stoff, der mit her­kömm­li­chen Werk­zeu­gen mit hohen Fer­ti­gungs­ge­nau­ig­kei­ten spa­nend bear­bei­tet wer­den kann. Seit dem Jahr 2008 wer­den von der 3di GmbH aus die­sem Mate­ri­al patienten­spezifische Implan­ta­te für den Schä­del pro­du­ziert.

      TITAN

      ein nicht resor­bier­ba­res, hoch­sta­bi­les Metall für die Lang­zeit­im­plan­ta­ti­on und hat sich bereits in vie­len Kör­per­re­gio­nen bewährt. Auf­grund die­ser Sta­bi­li­tät ist es mög­lich, die Implan­ta­te sehr dünn zu gestal­ten. Eine nach­träg­li­che Bear­bei­tung mit OP-Werk­zeu­gen ist wegen der hohen Fes­tig­keit sehr schwer bis gar nicht mög­lich. Da Rein­ti­tan zum Abrieb neigt, ver­wen­den wir für unse­re Implan­ta­te die Titan­le­gie­rung Ti-6Al-4V.

      Unse­re Ver­fah­rens­wei­se

      Daten­er­stel­lung und Daten­trans­fer

      Die erfor­der­li­chen Daten des Defekts wer­den in der medi­zi­ni­schen Ein­rich­tung mit dem bild­ge­ben­den Ver­fah­ren der Com­pu­ter­to­mo­gra­fie auf­ge­nom­men und anschlie­ßend im DICOM-For­mat gespei­chert.
      Über unser Inter­net­trans­fer­por­tal errei­chen uns die Daten sicher, ver­schlüs­selt und schnell. Eben­so kön­nen Sie die Daten als QR-Code per E‑Mail zur Ver­fü­gung stel­len oder auf einem Daten­trä­ger (CD-ROM, DVD, USB-Stick) pos­ta­lisch an uns über­sen­den.

      Die gewünsch­ten CT-Auf­nah­me­pa­ra­me­ter sowie den Link zum Inter­net­trans­fer­por­tal erfra­gen Sie bit­te hier.

      Daten­auf­be­rei­tung

      Die Daten der CT-Auf­nah­me des Pati­en­ten wer­den durch uns auf­be­rei­tet und kon­ver­tiert, so dass ein vir­tu­el­les 3D-Modell vom Kopf des Pati­en­ten ent­steht.

      Erstel­lung eines 3D-Implan­tat­mo­dells

      Auf der Grund­la­ge des vir­tu­el­len 3D-Pati­en­ten­mo­dells wird ein Implan­tat­mo­dell kon­stru­iert. Nach Abstim­mung zwi­schen dem behan­deln­den Medi­zi­ner und unse­ren Kon­struk­teu­ren, bestim­men Sie [der Medi­zi­ner] die end­gül­ti­ge Implan­tat­form. Falls not­wen­dig, sen­den wir Ihnen auch phy­si­sche 3D-Modelle für die Implan­tat­pla­nung zu.

      Über­sen­dung Frei­ga­be und kauf­män­ni­sche Bestel­lung an 3di

      Um die Kra­nio­plas­tik pro­du­zie­ren zu kön­nen, benö­ti­gen wir in jedem Fall zwei Doku­men­te. Die Frei­ga­be der Kon­struk­ti­on („Absprach­e­pro­to­koll“) durch den behan­deln­den Medi­zi­ner, sowie eine kauf­män­ni­sche Bestel­lung mit Anga­be der Lie­fer- und Rech­nungs­adres­se.

      Her­stel­lung und Ver­sand des Implan­ta­tes

      Nach Frei­ga­be der Implan­tat­form wer­den die Kon­struk­ti­ons­da­ten in CNC-Steu­er­da­ten umge­wan­delt und anschlie­ßend mit­tels com­pu­ter­ge­stütz­ter Fer­ti­gung in unse­rem haus­ei­ge­nen Fer­ti­gungs­zen­trum her­ge­stellt.
      Abschlie­ßend erfolgt der Ver­sand unter Bereit­stel­lung der not­wen­di­gen Papie­re sowie ggf. not­wen­di­ger Zube­hör­tei­le, wie z. B. Resek­ti­ons­scha­blo­nen oder spe­zi­el­le Schrau­ben für die Befes­ti­gung.